Interessante Ergebnisse in 2015

Ähnlich wie in 2014 sind 65 von 100 Befragten eher bis sehr besorgt, dass dem Gemeinwohl in der Schweiz zu wenig Beachtung geschenkt wird (68% in 2014).
Aus Arbeitgebersicht dürfte interessant sein, dass 76 von 100 Befragten tendenziell bereit sind, Gehaltseinbussen in Kauf zu nehmen, um in einer Organisation zu arbeiten, die das Gemeinwohl hochhält (71% in 2014). Hinzu kommt die Konsumentensicht: Offensichtlich würde eine Gemeinwohlorientierung auch beim Einkaufen zum Tragen kommen. So geben 86 von 100 Befragten an, gemeinwohlförderliche Produkte zu bevorzugen und dafür tendenziell mehr ausgeben zu wollen (74% in 2014) – 16 von 100 Befragten sogar mehr als 10%.

Interessante Fakten

#1 Männer machen sich signifikant mehr Sorgen um das Gemeinwohl als Frauen.    

#2 Frauen arbeiten lieber in Organisationen, die das Gemeinwohl hochhalten, selbst  wenn sie weniger verdienen würden.  

#3 Männer geben an, eine klarere Vorstellung davon zu besitzen, was Gemeinwohl  bedeutet.

#4 Befragte, die eine Leitungsfunktion innehaben, geben an, eine klarere Vorstellung  von Gemeinwohl zu haben.

#5 Mit zunehmendem Alter steigt die Sorge um das Gemeinwohl.

Die Schweizer machen sich also Sorgen um das Gemeinwohl und sind auch bereit, für das Gemeinwohl auf finanziellen Wohlstand zu verzichten. Damit wird das Gemeinwohl zu einem wichtigen Thema für Organisationen und Unternehmen. Die Vergewisserung über den eigenen Gemeinwohlbeitrag und dessen selbstbewusste Kommunikation wird zu einem wichtigen Argument in Marketing, Vertrieb und Personalrekrutierung.

Video-Projekt von Studierenden der Universität St.Gallen